Feb 272016
 

Die Nacherzählung

Die Nacherzählung ist eine Erzählung im Unterschied zum Bericht oder zur Inhaltsangabe. Sie wird geschrieben, nachdem man eine Geschichte gehört oder gelesen hat. Bei dieser Aufsatzart erzählt man die Geschichte dann nach, möglichst eng angelehnt an Inhalt und Erzählstil der Vorlage. Vor dem Schreiben sollte man einen Stichwortzettel erstellen – egal, ob man die Geschichte hört oder liest.

Merkmale von Nacherzählungen:

Inhalt:

o   Die wichtigsten Dinge werden nacherzählt, unwichtige Einzelheiten werden weggelassen.

o   Die Geschichte darf nicht verändert werden, es darf nichts hinzuerfunden werden (das gilt auch für Personen, Orte und die Zeit).

o   Die Erzählperspektive und auch die Personalform bleiben gleich: Eine Geschichte, die im Original zum Beispiel aus der Ich-Perspektive erzählt wird, bleibt auch in der Nacherzählung in der Ich-Form.

Aufbau:

Der Aufbau richtet sich nach der Vorlage, die Reihenfolge bleibt erhalten!

o   Eine kurze Einleitung gibt meist Informationen zu: Wer oder was? Wann? Wo?

o   Der Hauptteil enthält die einzelnen Erzählschritte und den möglichen Höhepunkt.

o   Der Schluss ist genauso wie im Original – es wird nichts hinzuerfunden.

Sprache:

o   Die Zeitform der Nacherzählung ist das Präteritum.

o   Wörtliche Rede wird dort verwendet, wo sie zur Handlung gehört.

o   Es sollte eine ähnliche Sprache verwendet werden wie im Original.

o   Achtung: Es müssen eigene Formulierungen, eigene Sprache verwendet werden. Wer einfach aus dem Original abschreibt, schreibt noch keine Nacherzählung.

Zum Üben: Besonders Märchen bieten sich zum Nacherzählen an, da sie relativ kurz sind und man sich aber gut die Handlung merken kann. Auch einzelne Kapitel aus Hörbüchern sind eine gute Übungsmöglichkeit.

Wichtig:

  • Gut lesen oder zuhören
  • Notizen in Stichworten machen
  • Wichtige Stellen besonders markieren
  • Schreibplan überlegen
  • Ev. Zeiteinteilung planen
  • Präteritum verwenden
  • Versuchen, abwechslungsreiche Satzanfänge zu verwenden