Jun 022019
 

Die Beschreibung eines Gegenstands sollte möglichst genau und präzise sein. Man muss hierbei versuchen, den Gegenstand möglichst detailliert zu beschreiben.

Vorgehensweise bei der Gegenstandsbeschreibung:

  1. Man geht vom Allgemeinen zum Besonderen:
    Man beginnt mit typischen Merkmalen und beschreibt anschließend Besonderheiten und Details.
  2. Man hält eine logische Reihenfolge ein:
    Man beschreibt den Gegenstand beispielsweise von links nach rechts oder von oben nach unten.
  3. Man schreibt im Präsens.
  4. Man beschreibt den Gegenstand sachlich und verzichtet auf eine persönliche Wertung.
  5. Mit Hilfe von passenden Adjektiven kann man einen Gegenstand präziser beschreiben. Beispielsweise lassen sich mit Adjektiven die Größe, das Gewicht, die Form, das Material und die Farbe des Gegenstands genau beschreiben.
Mai 112019
 

Wichtige Merkmale, auf die man in einer Wegbeschreibung achten sollte:

  • Den Startpunkt nennen
  • Schritt für Schritt und in der richtigen Reihenfolge beschreiben!
  • Die Richtung angeben!
  • Das Orientieren durch Bezugspunkte und markante Auffälligkeiten erleichtern!
  • Präpositionen benutzen: auf, entlang, gegenüber, hinter, rechts, links, über, unter, vor, zwischen etc.!
  • Mit Zeitangaben oder Entfernungsschätzungen wird eine Beschreibung genauer!
  • Bekannte Straßennamen benutzen!
  • Schwierige Stellen erkennen und Strategien zur Überwindung formulieren!
Mrz 162019
 

In einer Fabel geht es um Tiere und eine zugrundeliegende Moral. Meist finden sich noch mehr Merkmale im Text, um diesen als Fabel identifizieren zu können.

In der Fabel begegnen wir meist Tieren, doch mitunter sind die Protagonisten der Fabel auch andere Lebewesen, die sinnbildlich für den Menschen und dessen Verhalten stehen, wie beispielsweise Pflanzen oder auch belebte Objekte. Dennoch bewegen wir uns meist im Reich der Tiere.

Hierbei wird durch die personifizierte Tierform gewissermaßen die Wahrheit ans Licht gebracht und dem Leser aufgezeigt, indem typische Handlungen und Abläufe des menschlichen Seins erzieherisch oder satirisch vorgeführt werden.

Merkmale einer Fabel

Nun ist es allerdings so, wie bei den Merkmalen einer Kurzgeschichte: Viele Punkte können wir auf jede Fabel anwenden, andere finden sich nicht in jedem Text wieder. Allerdings ist es häufig ein hilfreicher Hinweis für die Identifikation der Textsorte, wenn mehrere der genannten Merkmale zutreffen, wie z.B.:

  • In der Regel sind Tiere oder Pflanzen die Protagonisten der Fabel
  • Allerdings kommen häufig nur sehr wenige Tiere darin vor
  • Es gibt keine charakterliche Veränderung; die Tier-Eigenschaften sind klar verteilt
  • Die Fabel hält dem Mensch einen Spiegel vor; so werden menschliche Eigenschaften oftmals satirisch aufgegriffen und dadurch verdeutlicht oder übertrieben
  • Häufig werden grundsätzliche Dinge angeprangert, wie Gier, Neid, Unfairness oder Eitelkeit
  • Die Zeit und der Ort der Fabel werden in der Regel nicht genau benannt
  • Fabeln sind meist sehr, sehr kurz und bestehen nur aus wenigen Zeilen
  • Der Aufbau der Fabel ist dreigeteilt: Ausgangssituation, Streit (Gespräch) und Lösung
  • Diese Lösung beinhaltet in der typischen Fabel eine belehrende Moral

Tiere in der Fabel

Oftmals sind Tiere die Protagonisten einer Fabel und im Grunde ist das auch das wesentliche Merkmal einer solchen Erzählung. Dabei bedient sich die Textform bestimmter Annahmen und Eigenschaften, die wir den Tieren zuschreiben.

So ist der Fuchs meist gerissen und schlau, der Bär ist gutmütig und freundlich, wohingegen der Wolf der Inbegriff des Bösen ist. Er lügt, wirkt bedrohlich und dabei auch manchmal ein wenig leichtsinnig. Eine genaue Aufstellung finden Sie im Beitrag Fabeltiere und ihre Eigenschaften.

Beispiele der Merkmale einer Fabel

Ein Beispiel für eine Fabel ist Luthers Text „Vom Raben und Fuchs“:

Ein Rab‘ hatte einen Käse gestohlen und setzte sich auf einen hohen Baum und wollte zehren.

Da er aber seiner Art nach nicht schweigen kann, wenn er isst, hörte ihn ein Fuchs über dem Käse kecken und lief zu und sprach: „O Rab‘, nun hab‘ ich mein Lebtag keinen schöneren Vogel gesehen von Federn und Gestalt, denn du bist. Und wenn du auch so eine schöne Stimme hättest zu singen, so sollt‘ man dich zum König krönen über alle Vögel.“

Den Raben kitzelte solch Lob und Schmeicheln, fing an und wollt‘ seinen schönen Gesang hören lassen. Und als er den Schnabel auftat, entfiel ihm der Käse; den nahm der Fuchs behänd, fraß ihn und lachte des törichten Raben.

Merkmale sind:

  • Tiere sind die Protagonisten: Rabe und Fuchs
  • Die Rollenaufteilung ist klar: Der Fuchs ist listig, der Rabe ist eitel
  • Der Text besteht aus wenigen Zeilen
  • Auch hier ist der Aufbau dreiteilig: Situation, Gespräch, Lösung
  • Der Text hält dem Menschen einen Spiegel vor; durch Eitelkeit oder das Wort eines Schmeichlers können wir „etwas verlieren“, das uns wichtig ist
  • Dadurch gibt es eine Moral: „Hüte Dich vor Schmeichlern“ bzw. „Sei nicht eitel“

Fabeltiere und ihre Eigenschaften

Die Tiere, die in einer Fabel auftreten, werden als Fabeltiere bezeichnet. Solche Fabeltiere haben in der Regel einen sehr eindimensionalen Charakter. Das bedeutet, dass für den Leser die Rollenverteilung und die Eigenschaften der Fabeltiere schon vorab klar sind und vorhersehbar ist, wie sich das Tier verhalten wird. Eine ähnliche Aufteilung findet sich in Sagen oder Märchen.

Dadurch haben wir eine gewisse Erwartungshaltung, wie sich die einzelnen Fabeltiere im Lauf der Geschichte verhalten oder verhalten werden, wodurch die Charaktere der Fabel klar zu deuten sind und es kaum weiterer Erklärungen durch den Erzähler bedarf.

Wird beispielsweise der Fuchs als Fabeltier eingeführt, ist offenkundig, dass dieser listig und schlau agieren wird. Das Misstrauen des Lesers ist gewissermaßen durch die Nennung des Tieres gegeben und nicht durch dessen nähere Beschreibung. Denn der Leser kennt die Eigenschaften bereits! Und die Spannung besteht darin, was er sich diesmal einfallen lässt.

Liste der Fabeltiere

Fabeltiere Name in der Fabel Eigenschaften
Affe Martin intrigant, eitel
Bär Petz, Meister Petz,
Braun
nett, freundlich, gut-
mütig, ein wenig naiv
und einfältig
Biber Bockert, Bokert fleißig und arbeitsam
Dachs Grimbart nachdenklich, ruhig
Ente Tybbke dumm, einfältig, acht-
los
Esel Langohr, Boldeqyn störrisch, faul
Fuchs Reinecke, Reinhart schlau, listig, durch-
trieben
Häher
(Rabenvogel)
Markart, Markwart vorlaut, aufmüpfig
Hahn Henning hochnäsig, eitel, stolz, hochmütig
Hase Lampe, Meister Lampe ängstlich, vorsichtig,
vorlaut
Henne Kratzefuß einfach, einfältig,
dumm
Hund Hylax treu, sorglos, freund-
lich
Igel Arbnora, Swineigel schlau, klug
Kater Hinze, Murner, Murr eigensinnig, stur
Kranich Lütke bürokratisch, starr-
sinnig
Krähe Merkenau naiv, leichtgläubig
Lamm
(Schaf)
Lamb schutzlos, ohne Rechte, dumm, fromm,
schwach
Löwe Leo, Leu, König der
Tiere, Nobel
stolz, königlich, stark, mächtig
Luchs Lynx vorsichtig, klug
Rabe Pflückebeutel besserwisserisch,
diebisch, dumm, eitel
Storch Adebar, Meister Ade-
bar
hochmütig, gelehrt,
bringt die Kinder
Wolf Isegrim lügt, gierig, rücksichts-
los, böse
Ziege Metke leichtgläubig, naiv, un-zufrieden

Hinweis: Fabeltiere sind recht einfach gestrickt. Sie verkörpern in der Regel genau eine Eigenschaft der Menschen, um als Synonym für ebendiese zu stehen. Natürlich können bei einigen Texten die jeweiligen Eigenschaften abweichen, auch wenn wir den oben genannten Zuschreibungen häufig in dieser Form begegnen.

Quelle: WORTWUCHS Literaturlexikon

Mrz 162019
 

Merkmale eines Berichts

Inhalt/ Aufbau

In einem Bericht werden die sogenannten W-Fragen beantwortet:

In der Einleitung:

  • Wann fand etwas statt?
  • Wo geschah der Vorfall?
  • Was geschah?
  • Wer war daran beteiligt?

Im Hauptteil (so genau wie möglich in zeitlicher Reihenfolge und ggf. Ursachen und Gründe nennen)

  • Wie passierte es im Einzelnen?
  • Warum geschah es?

Zum Schluss

  • Welche Folgen/Ergebnisse hat der Vorfall?

Zeitform: Präteritum (Vergangenheit) bzw. Plusquamperfekt (bei Vorvergangenheit)

Die Sprache ist sachlich und auf das Wichtige beschränkt

  • nur Tatsachen berichten (keine Vermutungen, Gefühle)
  • keine wörtliche Rede, sondern indirekte Rede
  • einfache Sätze, aber abwechslungsreich; dabei helfen folgende Wörter: bevor, zunächst, zuerst, nachdem, anschließend, danach, später, daraufhin, schließlich, von … bis, gegen Ende, zuletzt usw. –
Sep 162018
 

Die Vorgangsbeschreibung

Eine Vorgangsbeschreibung wird immer in der Zeitform Präsens geschrieben! Eine Vorgangsbeschreibung soll andere befähigen, den Vorgang selber durchzuführen (Bastelanleitung, Kochrezept).

Damit der Leser den Vorgang gut nachvollziehen kann, muss dieser möglichst präzise beschriebenen werden. Dafür müssen alle verwendeten Materialien der Reihe nach genannt werden. Danach beschreibt man die einzelnen Handlungen sachlich und so knapp wie möglich. 

Der Aufbau 

Eine Vorgangsbeschreibung teilt sich auf in…

  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss

Einleitung der Vorgangsbeschreibung

Die Überschrift beschreibt treffend das Thema deiner Vorgangsbeschreibung. Beschreibe deshalb genau, worum es in deiner Vorgangsbeschreibung geht. Für die Vorgangsbeschreibung kann man die persönliche Ansprache,  (dann musst du) oder die unpersönliche Ansprache verwenden (dann muss man).

Hauptteil der Vorgangsbeschreibung

  • Entscheide dich für persönliche oder unpersönliche Ansprache.
  • Schreibe im Präsens.
  • Beschreibe genau und knapp.
  • Zähle alle verwendeten Materialien auf.
  • Halte die Reihenfolge der Arbeitsschritte genau ein.
  • Verwende passende zeitliche Ausdrücke (danach, dann, daraufhin …).
  • Verwende treffende Adjektive und Verben.

Diese Wörter helfen bei der Beschreibung des Ablaufs:

als letztes, als nächstes, am Anfang, am Schluss, anschließend, bevor, danach, daraufhin, ehe, hierauf, hinterher, in der Folge, inzwischen  jetzt, nach, nachfolgend, nachdem, nun, schließlich, später, vor, während, zu Beginn, zuerst, zuletzt

Schluss der Vorgangsbeschreibung

Wähle für den Schluss einen passenden Abschlusssatz aus, um deine Vorgangsbeschreibung abzurunden.

Okt 022016
 

Arbeitsschritte:

Vorarbeit: Sieh dir jedes einzelne Bild genau an (Personen, Umgebung, Materialien)!

Überlege: Was geschieht möglicherweise vor dem ersten Bild? Was geschieht zwischen den Bildern? Achte auf Mimik, Gestik und Körperhaltung! Erst dann kannst du eine zusammenhängende Geschichte verfassen.

Aufbau: Halte dich an die Reihenfolge der Bilder! Eine Geschichte nach einer Bilderfolge enthält eine Einleitung, einen sich steigernden Hauptteil mit einem Höhepunkt, und einen Schluss. Die Einleitung hat den Zweck, dass der Leser erfährt, wann die Handlung spielt, wo sie geschieht und wer beteiligt ist. Der Höhepunkt steht kurz vor dem Schluss. Der Schluss kann zusammenfassen, ein Fazit ziehen, einen Ausblick auf die Zukunft geben oder eine Lehre bzw. Einsicht aufzeigen. Plane deine Geschichte immer vom Höhepunkt aus!

Beachte: Mache zumindest nach Einleitung und Hauptteil jeweils einen Absatz!

Tipps: Du kannst den Personen einen Namen geben! Du kannst die Personen sprechen lassen (wörtliche Rede)! Verwende insbesondere am Höhepunkt die wörtliche Rede! Schildere die Gefühle und Gedanken der Beteiligten! Versuche Spannung aufzubauen!
Schreibe im Präteritum (Vergangenheit), wenn die Geschichte, die du erzählst, vorbei ist! Schreibe im Präsens (Gegenwart), wenn es sich um eine Vorgangsbeschreibung handelt.
In der wörtlichen Rede kommt überwiegend das Präsens vor.

Ein gutes Beispiel findet man hier:
http://digitaleschulebayern.de/dsdaten/1/941.pdf

 

Mrz 082016
 

Zeichensetzung bei wörtlicher Rede (auch als direkte Rede bezeichnet)

Beispiele

  1. Begleitsatz vorangestellt

Lucas meinte: „Ich glaube, ich habe einen Pickel auf der Nase.“

Julia antwortete: „Zeig mal her!“

Lucas fragte: „Und, ist es schlimm?“

  1. Begleitsatz nachgestellt

„Da sieht man gar nichts“, erklärte Julia. (Achtung: Bei einem Aussagesatz entfällt der Punkt innerhalb der wörtlichen Rede.)

„Bist du blind?“, fragte Lucas erbost.

„Stell dich nicht so an!“, polterte Julia.

  1. Begleitsatz eingeschoben

„Ich brauche“, jammerte er, „eine Anti-Pickel-Creme.“

„Meinst du“, wollte Julia wissen, „das hilft so schnell?“

„Wenn nicht“, brummte Lucas, „komme ich nicht mit!“

Die wörtliche Rede besteht aus der eigentlichen wörtlichen Rede und meistens einem Begleitsatz, der wie im ersten Beispiel vorangestellt, im zweiten Beispiel nachgestellt oder wie im dritten Beispiel eingeschoben werden kann. Der Begleitsatz wird auch als Einleitungssatz, Einleitung oder Erklärung bezeichnet.

Feb 272016
 

Die Nacherzählung

Die Nacherzählung ist eine Erzählung im Unterschied zum Bericht oder zur Inhaltsangabe. Sie wird geschrieben, nachdem man eine Geschichte gehört oder gelesen hat. Bei dieser Aufsatzart erzählt man die Geschichte dann nach, möglichst eng angelehnt an Inhalt und Erzählstil der Vorlage. Vor dem Schreiben sollte man einen Stichwortzettel erstellen – egal, ob man die Geschichte hört oder liest.

Merkmale von Nacherzählungen:

Inhalt:

o   Die wichtigsten Dinge werden nacherzählt, unwichtige Einzelheiten werden weggelassen.

o   Die Geschichte darf nicht verändert werden, es darf nichts hinzuerfunden werden (das gilt auch für Personen, Orte und die Zeit).

o   Die Erzählperspektive und auch die Personalform bleiben gleich: Eine Geschichte, die im Original zum Beispiel aus der Ich-Perspektive erzählt wird, bleibt auch in der Nacherzählung in der Ich-Form.

Aufbau:

Der Aufbau richtet sich nach der Vorlage, die Reihenfolge bleibt erhalten!

o   Eine kurze Einleitung gibt meist Informationen zu: Wer oder was? Wann? Wo?

o   Der Hauptteil enthält die einzelnen Erzählschritte und den möglichen Höhepunkt.

o   Der Schluss ist genauso wie im Original – es wird nichts hinzuerfunden.

Sprache:

o   Die Zeitform der Nacherzählung ist das Präteritum.

o   Wörtliche Rede wird dort verwendet, wo sie zur Handlung gehört.

o   Es sollte eine ähnliche Sprache verwendet werden wie im Original.

o   Achtung: Es müssen eigene Formulierungen, eigene Sprache verwendet werden. Wer einfach aus dem Original abschreibt, schreibt noch keine Nacherzählung.

Zum Üben: Besonders Märchen bieten sich zum Nacherzählen an, da sie relativ kurz sind und man sich aber gut die Handlung merken kann. Auch einzelne Kapitel aus Hörbüchern sind eine gute Übungsmöglichkeit.

Wichtig:

  • Gut lesen oder zuhören
  • Notizen in Stichworten machen
  • Wichtige Stellen besonders markieren
  • Schreibplan überlegen
  • Ev. Zeiteinteilung planen
  • Präteritum verwenden
  • Versuchen, abwechslungsreiche Satzanfänge zu verwenden

 

Dez 312015
 

Hilfreich für die Vorbereitung einer Buchvorstellung für den Deutschunterricht:

  • Buch: Autor, Verlag, Erscheinungsjahr, Seitenzahl, ev. Serie bzw. Reihe
  • Informationen zu: Titel, Autor (Biografie, weitere Bücher bzw. Werke), Genre (Abenteuerroman, Liebesroman, historischer Roman,…), Preise (Auszeichnungen)
  • Gründe für die Wahl des Buches
  • Beschreibung einer oder mehrerer Hauptperson/en, des Ortes und der Zeit der Handlung, der sich entwickelnden Handlung und des sich entwickelnden Konfliktes
  • Finden von ein bis zwei längeren Textabschnitten, die für die Handlungs- bzw. Konfliktentwicklung wesentlich oder besonders schön sind, und diese betont vorlesen
  • Den Zuhörern die Anregung geben, das Buch selbst zu lesen (dann wichtig: Ende nicht verraten)
  • Eventuell: Kritiken und Verweis auf Verfilmungen

2 Beispiele:

stroud-bartmiaeus-amulett.html

wimmer-ostwind.html

Ein schönes Plakat hat Johanna angefertigt:

PlakatJohanna25

20160211_093220 (2)

Mai 162015
 

Der Name der Untergattung „Kurzgeschichte“ ist eine Lehnübersetzung des amerikanischen Gattungsbegriffs short story, mit dieser jedoch nicht deckungsgleich, da im Unterschied zum Amerikanischen im Deutschen die Kurzgeschichte eine eigene Entwicklung aufweist, die 1945 beginnt. Folgende Merkmale treten zwar nicht in jeder, jedoch in vielen Kurzgeschichten auf.

Inhalt

  • Ausschnitthaftigkeit und Momentaufnahme (Episode) Der Leser ist Zeuge nur eines kurzen Ausschnitts im Leben einer Figur. Es gilt die Einheit von Ort, Zeit und Handlung, d.h. es gibt keine Zeitsprünge, keine Ortwechsel und keine verwobenen Handlungsstränge. Die Kurzgeschichte beschränkt sich auf ein Ereignis oder eine Situation.
  • Alltagsfiguren oder Alltagsgeschehen in einem besonderen Moment Kurzgeschichten handeln oft von Alltagsfiguren ohne herausragenden Eigenschaften oder von ganz alltäglichen Situationen. Den Figuren oder in diesen Situationen passiert jedoch immer etwas Unerwartetes oder Besonderes. Von diesem Gegensatz von Normalität und Besonderem leben Kurzgeschichten.
  • Wenige, meist nur eine Hauptfiguren(en) In der Kurzgeschichte kommen nur wenige Hauptfiguren vor, meist steht sogar nur eine Figur im Vordergrund. Nebenfiguren sind ebenfalls sehr wenige zu finden.
  • Knappe Charakterisierung der Figuren Die Figuren einer Kurzgeschichte werden meist nur knapp geschildert und wirken typisch. Sie besitzen nur wenige, meist nur einen Charakterzug und vom Äußeren erfahren wir nur wenige Details.

Innerer Aufbau

  • Unvermittelter Einstieg ins Geschehen Zu Beginn finden wir oft keine Einleitung oder Hinführung. Die Figuren werden uns nicht vorgestellt, Situationen oder Umstände werden nicht erklärt. Auch erfahren wir nichts über die Vorgeschichte.
  • Wendepunkt(e) Die Kurzgeschichte besitzt meist einen oder mehrere Wendepunkte, an dem sich etwas Wesentliches entscheidet und ein innerer oder äußerer Wandel stattfindet .
  • Offener Schluss Die Erzählung bricht oft unvermittelt ab. Am Ende sind keine Entscheidungen gefällt worden, Lösungen bleiben unentdeckt, Bewertungen unausgesprochen. Wendepunkte deuten nur eine Lösung an, ohne dass diese jedoch ausdrücklich beschrieben oder erzählt wird.
  • Linearer Handlungsverlauf Die Handlung einer Kurzgeschichte ist meist linear angeordnet, d.h. alles Geschehen folgt in der echten zeitlichen Reihenfolge und wird ohne Umschweife (Sprünge, Zirkel, Vorgriffe oder Rückblenden) erzählt. Kurzgeschichten sind auf einen Spannungshöhepunkt ausgerichtet.

Erzählmerkmale

  • Wenig Erzählerberichte, viel Figurenrede, personale Perspektive In Kurzgeschichten lassen sich kaum Schilderungen oder längere Beschreibungen von Orten oder Figuren durch den Erzähler finden. Die Figuren werden uns durch innere (Gedanken, Gefühle) oder äußere Handlungen (Taten und Dialoge) nahe gebracht. Orte werden oft anhand ihrer Wirkung auf die Figuren umschrieben.
  • Verdichtung des Geschehens Der Erzählstil einer Kurzgeschichte ist sehr knapp gehalten Alles wird auf das Wesentliche verdichtet.

Sprache

  • Die Sprache ist kurz, knapp, vieles wird nur (bildhaft) angedeutet. Meist wird Alltagssprache, d. h. Umgangssprache mit vielen, oft kurzen Hauptsätzen und Ellipsen verwendet.

Quelle: www.wmelchior.com